Thema: The Binding of Isaac: Rebirth - Die Wiedergeburt?Datum: ---

Ein dunkler Keller, leises wimmern, unappetitliche Gestalten und ein Charakter, der keine Klamotten trägt! Immer weiter kämpft man sich in die Tiefen, den Gefahren zu trotzen und am Ende sich zwischen Himmel und Hölle entscheiden zu müssen. Doch wofür man sich auch entscheiden mag, am Ende wartet nur die „Kiste“ auf einen...

Was sich für den einen oder anderen etwas anstößig anhören dürfte, ist für unseren Hauptprotagonisten bitterer Ernst. In The Binding of Isaac: Rebirth kämpft sich der namensgebende Charakter durch eine Vielzahl von Ebenen und stellt sich ziemlich skurrilen und gefährlichen Gegnern.

Doch immer schön langsam und alles der Reihe nach! Wirklich neu ist das Spiel nicht, handelt es sich doch um eine Neuauflage des im September 2011 veröffentlichten „The Binding of Isaac“, welches im Mai 2012 eine Erweiterung mit dem Namen „Wrath of the Lamb“ erhielt. The Binding of Isaac: Rebirth beinhaltet dahin gehend sowohl das Grundspiel als auch dessen Erweiterung in einer verbesserten und um einiges erweiterten Version.

„Fehler“ (It’s not a Bug, it’s a Feature), welche damals vorhanden waren, wurden beseitigt und die verwendeten Grafiken erhielten einen neuen Anstrich. Doch was erwartet eigentlich den nichts ahnenden Leihen, der dieses Spiel zum ersten Mal in seinen Händen hält?

Lässt sich die Geschichte auch ziemlich leicht in Worte fassen, hat diese doch für das Internet einiges an Deutungspotenzial entfacht. Isaacs Mutter ist sehr gläubig und hört plötzlich eine Stimme, welche ihr befiehlt, ihren Sohn zu „opfern“ um ihren Glauben zu beweisen. Dieser flüchtet daraufhin in eine unter dem Teppich befindliche Falltür und schon nimmt das Abenteuer seinen Lauf.

Voller Trauer um das Geschehene, in Anbetracht dessen, dass man sich mit seinen Tränen der Gegner entledigt eigentlich ziemlich passend, kämpft man sich als Isaac nun durch die verschiedenen Ebenen. Ich muss zugeben, ganz korrekt war der letzte Satz nicht. Man kämpft sich nicht „nur“ mit Isaac durch die Ebenen, sondern kann vorher zwischen einer seiner verschiedenen Varianten wählen. Diese zeichnen sich neben einem anderen Aussehen auch durch verschiedene Attribute und Startgegenstände aus.

Jede Ebene besteht aus mehreren Räumen mit unterschiedlicher Größe und verschiedenen Gegnern. Sobald der Raum von allen Gegnern gesäubert wurde, kann es weiter gehen. Neben den Standardräumen gibt es noch Gold-, Geheim-, Händler- und Spielräume. Nicht zu vergessen die hier gerade nicht genannten Räume. Jede Raumart weist ihre kleinen Eigenheiten auf. So bekommt man Gegenstände oder kann sogar sein Leben opfern? Am besten findet ihr es einfach selbst heraus.

Denn wenn es etwas gibt, wodurch sich The Binding of Isaac: Rebirth wirklich auszeichnet, dann ist es die Vielzahl an Möglichkeiten etwas auszuprobieren. Die vorhandenen Gegenstände haben hierbei wohl den größten Anteil, kann man doch wirklich alles mit allem kombinieren. Was das heißt?

Das sieht man wohl am ehesten auf den hier gezeigten Bildern. Waren es in dem vorherigen Spiel noch lediglich 196 verschiedene Gegenstände, so sind es mit The Binding of Isaac: Rebirth ganze sage und schreibe 341 unterschiedliche Gegenstände! Jeder davon mit ganz eigenen Eigenschaften welche die Fähigkeiten und auch das Aussehen beeinflussen.

Sollten einem die normalen Durchläufe einmal zu langweilig werden, dem könnte ein Wechsel des Schwierigkeitsgrads behilflich sein. Schwer ist auch zu einfach? Dann erst mal Hut ab vor der spielerischen Leistung und gleich mal an den Herausforderungen versucht.

Hier gibt es auch die eine oder andere harte Nuss zu knacken, der Start mit einer Anzahl vorgegebener Gegenstände ist vielleicht leicht, doch das Fehlen der Goldräume wird spätestens gegen Mitte des Spiels deutlich merkbar.

Neben Glück, passende Gegenstände zu finden, verlangt es auch etwas Können der Vielzahl an Schüssen und herum wuselnden Gegnern aus dem Weg zu gehen. Die Steuerung geht leicht von der Hand, mit W A S D steuert man den Charakter und mit den Pfeiltasten die Schussrichtung seiner Projektile. Bomben, Karten und Pillen werden mit den Tasten Q und E benutzt.

Eine Runde in The Binding of Isaac: Rebirth dauert gut eine Stunde und das Spiel lebt davon, nicht nur einmal durchgespielt zu werden. Wie sonst sollte man auch die Vielzahl an Inhalten bewältigen? Langeweile? Keine Spur! Denn zum Abschluss jeder Ebene erwartet einen ein interessanter Bosskampf.

Kein Durchlauf ist wie der andere und je öfter man es schafft, alle Ebenen zu meistern, desto anspruchsvoller wird es.

Ohne Zweifel war der Release, von The Binding of Isaac: Rebirth nicht ohne Grund so lange erwartet, ist dieses doch einer der großartigsten Vertreter im Bereich des Roguelike. Viel bleibt mir daher auch nicht mehr zu sagen, abwechslungsreich, fordernd und keine Spur davon, dass sich dies in den nächsten X Spielstunden ändern wird.

Falls es aber doch noch welche gibt, die sich an der Grafik etwas stören, kann dem auch „etwas“ Abhilfe geschafft werden. Einfach in den Optionen den Filter anschalten!

Pro
Steigender Schwierigkeitsgrad
Einfach zu lernen, schwer zu meistern
Trotz gleichbleibendem Spielprinzip abwechslungsreich
Achievements, Achievements und noch mehr Achievements

Contra
Geschmackssache

Fazit
Wie bei allem ist natürlich auch The Binding of Isaac: Rebirth Geschmackssache. Mir hat es sehr gut gefallen und es gefällt mir auch weiterhin, daher kann ich eigentlich nur jedem Raten der Roguelike Spiele mag, hier zuzugreifen. Ein Blick lohnt sich allemal und der Preis ist auch vertretbar.

The Binding of Isaac: Rebirth ist seit dem 4. November 2014 für nur 14,99€ per Steam erhältlich.

Neben der PC Version, ist The Binding of Isaac: Rebirth auch für die PS Vita und PS 4 erhältlich. Ein Release für iOS ist nicht ausgeschlossen.