Thema: Project Temporality – Wenn Zeit (k)eine Rolle spieltDatum: ---

Auf einem Raumschiff, mitten im All. Niemand scheint hier zu sein, außer mir. Ich gehe ein paar Schritte, folge dem Gang, als plötzlich eine Stimme zu mir spricht. Vor mir das Gesicht eines älteren Herrn, „Proband 87“ nennt er mich und spricht etwas von „Tests“. Mir bleibt wohl nicht viel übrig als dem Weg weiter zu folgen und seinen Worten zu lauschen... In Project Temporality übernehmt ihr die Rolle von Proband 87, kämpft euch durch knifflige Rätsel und erfahrt immer mehr über die Hintergründe der Geschichte. Ob das Spiel überzeugen kann, erfahrt ihr in unserem Test zu Project Temporality.

Euer wichtigstes Werkzeug ist die Möglichkeit, verschiedene Zeitschleifen zu erzeugen. Diese geben dem Sprichwort, man könne sich nicht zweiteilen, eine ganz andere Bedeutung, da euch bis zu 11 Zeitklone dabei unterstützen, die unterschiedlichen Mechaniken eines Levels zu bewältigen.

Die Rätsel sind nach einer genaueren Betrachtung recht leicht verständlich. So sollen meist Schalter gedrückt werden, die bestimmte Aktionen hervorrufen, wie das Bewegen von Objekten oder das Öffnen von verschlossenen Türen. Die wirkliche Schwierigkeit hierbei ist, dass man seine Abläufe ziemlich gut planen muss.

Um die Zeitschleifen/klon Mechanik noch etwas genauer zu erläutern:

Ihr begebt euch zu eurem Kühlschrank, „aktiviert“ den Zeitschleifenmodus und spult die Zeit bis zu eurem Ausgangspunkt zurück. Sobald ihr wieder an eurer Ausgangsposition angekommen seid, erzeugt ihr einen Zeitklon, welcher sich nun an eurer statt zum Kühlschrank begibt. Ihr selbst bleibt allerdings dort, wo ihr angefangen habt.

Die Komplexität steigt, je mehr Aufgaben, in Abhängigkeit der Aktionen eurer erschaffenen Zeitklone, erledigt werden müssen.

Eure Fähigkeit Zeitschleifen/klone zu erzeugen ist nicht nur durch eine bestimmte Anzahl Zeitklone begrenzt, sondern auch durch die Energie, welche verwendet wird, um Zeitschleifen zu erzeugen. An dieser Energieleiste, welche nach jedem Level zurückgesetzt wird, wird am Ende auch eure Leistung für das jeweilige Level, anhand von Sternen, festgestellt.

Das Setting ist recht schön gestaltet, so macht das Raumschiff, in welchem man sich bewegt, einen guten Eindruck und auch der Blick aus dem Fenster hat schon etwas Besonderes. Dennoch hätte ein wenig Abwechslung hier und da nicht geschadet, wirkt es dann doch im Verlauf etwas eintönig.

Wie man bekanntlich weiß, so steckt der Teufel im Detail. Dies gilt leider auch bei Project Temporality. Kleinere Rechtschreibfehler stören minimal das Gesamtbild...

...genauso wie vorhandene Einstellungsmöglichkeiten (Auflösung), die man nicht verwenden „darf“, da es sonst zu einem Problem führt.

Pro
Gute Umsetzung der "Zeit"-Mechanik
Rätsel mit angenehmen Schwierigkeitsgrad
Weltraum Charme gut eingefangen

Contra
Mechanik der Rätsel kann als eintönig empfunden werden
Fehler, die zwar nicht das Spiel beeinträchtigen, aber dem Gesamtbild schaden

Fazit
Grundsätzlich kann man Project Temporality als netten Zeitvertreib ansehen, sofern man ein Freund von Rätselspielen ist. Die Mechanik ist wirklich gelungen und es macht Spaß mit den Zeitschleifen/klonen zu hantieren. Einzig die kleinen Fehler kratzen etwas am Gesamtbild.

Project Temporality ist seit dem 20. Mai 2014 für nur 14,99€ per Steam erhältlich. Wer schnell ist, muss sogar nur 3,74€ in der aktuellen Steam Weihnachtsaktion für Project Temporality zahlen. Diese Aktion läuft noch bis zum 2. Januar 2015!